2012
16.05

Zum Einrücken verwende ich heute ein (1) Tabulator.

Warum? Wenn doch alle (fast) sagen nutzt vier (4) Spaces.

Das kommt meiner Meinung nach, daher dass Leute dann meinten auch Tabs innerhalb der Zeile zum Ausrichten verwenden zu müssen. Ich bin aber der Meinung, Tabs sind zum Einrücken und Spaces zum ausrichten.

Was ich damit Meine ist im Beispiel bei ClassA::$weekdays zu finden.

Das war die Zusammenfassung jetzt folgt mein Weg dahin.

Früher als ich anfing zu Coden, da schaute ich mir dann den Sourcecode von vielen an und was mir immer wieder auffiel ist, das alle Spaces zu verwenden schienen. Also übernahm ich das. Zu beginn wie alle anderen mit vier Spaces. Braver Lemming.

Jedoch irgendwann fand ich das eine ungeheure Platzverschwendung und verwendete von da an zwei Spaces. Chic. Benötigte auch weniger Tastenanschläge und somit lebt die Tastatur länger. 😉

Also verwendete ich eine lange Zeit zwei Spaces.

Irgendwann wurden meine Augen jedoch schlechter, und es wurde anstrengender die Einrückung mit zwei Spaces zu erkennen.

Was nun? Zurück zu den vier Spaces?

Ich wandelte also in einer meiner Dateien alle Einrückungen in Tabulatoren um und spielte mit der Tabweite rum. Zu erst ganz alt, vim Standard acht (8) Zeichen also haute ich :set ts=8 in meine Tastatur und begutachtete das Ergebnis.

Da fiel mir auch schon das erste Opfer meines :%s/ /\t/g auf. Alle Ausrichtungen innerhalb der Zeilen wurden natürlich auch in Tabs umgewandelt, also einmal durch alle Ausrichtungen korrigieren. Jetzt hatte ich wieder gut lesbaren Quelltext. Jedoch die Einrückung war so tief, dass stellenweise der Quelltext über den Bildschirm hinaus ging.

Naja, das kann es ja wirklich nicht sein dachte ich mir. Also haute ich :set ts=4ins Keyboard, im Unterbewusstsein, ganz tief und leise erinnerte ich mich unfreiwillig an das alte Bild «Esst mehr scheisse! Millionen von Fliegen können nicht irren.» (Leider finde ich das Bild gerade nicht.)

Nach einer weile überlegen, zwei, vier oder doch acht Leerzeichen kam mir eine ganz verrückte Idee, warum mal nicht etwas unkonventionelles versuchen? Still und heimlich haute ich :set ts=5 in die Tasten, nein, nichts für mich.

Jetzt kam ein Grosser Moment für mich, eine Meiner Lieblingszahlen kam zum Zug.

Die drei!

Also Tippte ich :set ts=3 und es sah von Anfang an richtig aus.
Dass muss Magie sein! Einfach perfekt.

Aber das nutzt niemand.

Sollte ich von nun an drei Leerzeichen verwenden? Kann ich wirklich so egoistisch sein?
Ich grübelte, trank ein Kaffee und grübelte nochmals darüber nach.

Irgendwann kam ich zum Schluss, ich bin Schweizer. Ich liebe die Freiheit für jeden. Dafür haben unsere Landesväter damals schon gegen die Habsburger gekämpft.

Also gibt es nur eine Lösung die korrekt ist, ein Tabulator. So hat jeder die Möglichkeit die Einrückung so zu wählen, dass er es gut Lesen kann und wie er es mag.

Vielleicht oder falls es gewünscht wird, gehe ich auch gerne auf andere Elemente meines Programmierstils ein.

Fazit:

Prinzipiell ist es eigentlich ist es egal was du verwendest, solange es innerhalb eines Projekts konsequent durchgezogen wird.

Falls in einem Projekt Altlasten bestehen, solltest du dich wohl oder übel damit abfinden und im selben Stil mitarbeiten bis das Projekt den Code überarbeitet wird.

Sowie ist in der Regel, die reine Korrektur der Einrückung niemals ein commit in ein VCS wert.

Beispiel Code