2009
10.10

GPS Mission im Test

GPS Mission wird von Geocachern immer empfohlen wenn es um Pressearbeit oder um Newbies geht. Ist das reine Abschieberei oder doch unverhofftes Glück für diejenigen? Ich habe es getestet.

Ich erhielt zwar von Georg keine Einladung GPS Mission mal zu testen aber trotzdem tat ich dies. Ich finde wenn ich den Leuten schon GPS Mission empfehle als alternative zum Geocaching dann sollte ich doch wenigstens wissen was ich ihnen da empfehle.

So kam es, dass ich zuhause GPS Mission auf mein Handy herunter lud. Natürlich startete ich es direkt anschliessend was sich später noch als Fehler herausstellen sollte. Denn in der Wohnung ist es mit dem GPS empfang natürlich mau und so nahm es den Standort des Sendemastes als Mittelpunkt. Welcher zwar «nur» 800m Luftlinie weg ist. Jedoch die «Schüss» ein kleiner Fluss dazwischen liegt, so dass man bei einem Fussweg von ca. 1.2km ist. Den Mittelpunkt kann man leider nicht ändern um das Gold etwas in die nähe zu holen. Wenn man das «Gold» es einsammelt, verschiebt es sich immer in eine zufällige Richtung, gestern zum Glück in meine Richtung.

GPSM-MissionDesigner

GPSM-CheckpointDie «Missionen» verändern ihren Standort natürlich nicht, da keine Sinnvolle in meiner Umgebung existierte, bastelte ich mir mit dem «Mission Designer» kurzerhand eine. Beim ersten Start fiel mir natürlich der «Assistent» auf der mir bei meiner ersten Mission half. Schritt eins: Die «Mission Home» setzen, ich setzte es ungefähr in die Mitte meines kleinen Spaziergangs. Schritt zwei: Setzen der «Checkpoints» das könnte man am besten mit den Stationen (SoaM) bei einem Multicache vergleichen. Der unterschied ist jedoch, dass man alle «Checkpoints» angehen muss, bevor die Mission zum nächsten übergeht. Als Geocacher vermisst man jedoch die Möglichkeit direkt Koordinaten einzugeben, was aber auch nicht unbedingt ein Manko ist. Denn unterwegs kann man «Waymarks» erstellen welche man dann im «Mission Designer» verwenden kann. Schritt drei: Etwas Gold verstecken auf der Tour. Schritt vier: Falls gewünscht «Foto Spots» setzen. Schritt fünf: Wenn man vom Spieler ein Rätsel lösen lassen will, kann man beim «Checkpoint» noch auf [Add Text Riddle] klicken und kriegt dann eine Station die einer Kombination aus SoaM und QTA entspricht.

GPSM-WMtoCP

Zum Schluss setzt man noch die «Mission Details». Die «Difficulty» und das grund «Rating» werden automatisch berechnet. Die «Walking Distance» wird leider nicht automatisch ausgerechnet, aber ging mittels Garmin RoadTrip relativ schmerzfrei. Die «Mission Language» ist standardmässig auf «English» gesetzt, was ich noch kurz auf «Deutsch» umstellen musste.

Unterwegs ist das ganze denn Relativ entspannt von statten gegangen.

GPSM-0-mission GPSM-1-start GPSM-2-cp

Mission starten, zum ersten Checkpoint gehen bei meiner Mission war es der Startpunkt. Dann zum Zweiten Checkpoint «Der Mast». Als ich den Checkpoint erreichte, wurde mir gerade meine Frage um die Ohren geschlagen. Ohne richtige Antwort geht es nicht weiter… Also richtige Antwort eingetippt und der nächste Checkpoint offenbarte sich «Die Unterführung». Auf dem weg dorthin Tröpfelte es ein klein wenig und schon kamen meine ersten bedenken, ob ich die Mission noch abschliessen könne. Schliesslich will ich ja nicht mein iPhone aufs spiel setzen… Ich hatte Glück, es bleib beim Tröpfeln, am ziel angekommen schlug es mir meine zweite QTA ähm Frage um die Ohren auch da ratzfatz die richtige Antwort eingetragen und weiter. Der nächste Checkpoint lag einfach so auf dem Weg aber ich hatte Lust auf eine kleine Pause. Nach der Pause ging ich dann weiter. Auf dem Weg lag noch so ein komischer «Photo Spot» eigentlich wollte ich da ein kleines Foto schiessen doch leider war es fürs iPhone etwas zu dunkel, okay es war auch schon um zwei Uhr also entschuldigt ;-). Auf ging es zum letzten Checkpoint, der hatte eigentlich keinen richtigen zweck er dient lediglich dafür dass niemand auf die Idee kommt «Querfeldein» zu gehen. Die Mission war erfolgreich und das Spiel bot mir eine Trophäe für 1000 Gold an. Ich dachte, ja warum nicht. Leider wusste ich da noch nicht wie lange es dauern und wie weit es gehen wird bis ich wieder 323 Gold haben werde…

GPSM-ueberblick Das Programm das ich auf dem Handy also iPhone testete war «GPS Mission Lite». Prinzipiell macht es einen guten und recht abgerundeten Eindruck. Das Kartenmaterial stammt von OSM (OpenStreetMap) vermisst habe ich die «Moving-Map» Funktionalität, also das ausrichten der Karte in geh Richtung anhand des GPS Systems oder des beim iPhone 3GS verbauten Magnetischen Kompasses. Negativ aufgefallen ist mir das man die Lautstärke der Geräusche nicht anpassen kann und dass nach einem Ereignis die Musik nicht wieder abgespielt wird.

Insgesamt kann ich sagen GPS Mission ist eine runde Sache. Der Vorteil einer vollständig virtuellen Spielmechanik lässt es zu dass man auch suboptimale orte wie Bahnhöfe oder schleusen gefahrlos zeigen kann ohne Gefahr zu laufen der Terror Panikmache Anlass zu einem Grosseinsatzes zu geben wie bei einem physischen Behältnis oder der absuche einiger Objekte auf der suche nach Antworten liefern würde.

Ich behaupte mal, das Geocacher die gerne Multicaches haben auch Spass an GPS Mission haben werden, insbesondere bei einem in nenne es einfach mal «Multi Mission Hybrid». Damit meine ich dass die posten die man bei GPS Mission nur anzugehen braucht dank des ablaufplanes wobei man bei einem Multi dann auf QTAs zurückgreifen müsste aber am ende in beiden fällen bei der selben Dose landen würde. Natürlich könnte man auch die bemerkenswerten Daten bei GPS Mission in ein Rätsel stecken um es den Leuten ins Gedächtnis zu drücken wobei man aber auf langweilige Abzählstationen wie stufen zählen verzichten könnte.

Ein kleines Update 11.10.2009:
Link zum cachetalk: Auf Mission mit GPS
Link zu meiner Test Mission: Bözingenmoos wird irgendwann ersetzt 😉

6 comments so far

Kommentieren
  1. auf geotalk wurd übrigens ein podcast mit Georg zum thema gpsM veröffentlicht.
    darin wird auch erzählt, dass bei gpsM keine physischen gegenstände versteckt werden.
    das heißt im endeffekt virtuelles gold statt dose und das gefällt mir gar nicht!
    wenns es nix zu finden gibt und ich am ende keine dose in der händen halten kann fehlt mir irgendwie das erfolgserlebnis, daher ist das ganze wohl nix für mich (der im übrigen auch kein gps-handy hat) 😉

  2. Geotalk ist übrigens der plattdeutsche from downunder – was Du meinst ist der Cachetalk. Übrigens Zufall, das war nicht abgesoprochen mit den beiden Beiträgen. Besonders da beide recht ähnlich anfangen! „Zwei Doofe, ein Gedanke!“, so sag man hier dann.

  3. Einige Geocacher verweisen immer gern auf GPS-Mission als zeitgemäße Alternative, wenn sich die Presse für Geocaching interessiert. Nun hat es die Schatzsuche mit dem Handy sogar zu einem Beitrag in der Sendung Gallileo bei Pro7 geschafft! Georg Broxt

  4. Es ist zwar Zufall dass ich kurz nach moenk einen kleinen Blog Beitrag dazu verfasse aber nicht unbedingt überraschend.

    @folti aber man kann trotzdem einen physischen Behälter verstecken ;-). Ich denke sobald ich meine Test Mission Bözingenmoos ersetze wird es einen «Multi Mission Hybrid» geben.

  5. sorry, war natürlich ein freudscher vertipper 🙂
    kommt wohl daher, dass ich zuviel im grünen forum mitlese 🙂

  6. Hallo DunkleAura,

    guter Test. Es hätte Dir sicher noch besser gefallen wenn eine gute Mission bei Dir in der Nähe gewesen wäre.

    Während es in Städten tolle Missionen gibt, wird es leider etwas „dünn in der Fläche“. Aber das wird täglich besser…

    Am besten vorher im Web nachschauen (am schönsten in 3D)
    http://gpsmission.com/hotspots

    Die Lautstärke der Sounds kann man nur in dem Moment regeln, wenn sie gerade abgespielt werden. Das ist übrigens eine komische iPhone OS Mache. Das nochmalige Abspielen ist als Anregung notiert.

    Du kannst Dich beim Spielen immer wieder zentrieren indem Du links unten auf der Karte auf das Fadenkreuz klickst.

    @Folti, ob Du an den Checkpoints Dosen versteckst, den Spielern irrwitzige Aufgaben stellst, etc. ist ganz Dir überlassen.

    Viel Spaß mit GPS Mission
    Georg

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